Wie ist das mit dem Praktikum?

Schon bevor ich anfing in Görlitz zu studieren, fand ich im Modulkatalog unseres Studiengangs folgende Auskunft– 7. Semester, Zielkulturelle Kompetenz Wirtschaft und Sprache (Praxissemester) oder Zielkulturelle Kompetenz Wirtschaft und Sprache (Auslandsstudiensemester). Das weckte mein Interesse. Gleichzeitig hatte ich viele Fragen. Kann ich mich selbst für eine der Möglichkeiten entscheiden, oder ist das gegeben? Wo kann ich dieses Semester verbringen? Wie ist das mit der Finanzierung? Um diese zu beantworten, nahm ich an der Infoveranstaltung teil, die am 27. 3. stattfand. Das war eine tolle Gelegenheit, Informationen aus „erster Hand“ zu bekommen, weil die Studierenden selbst von ihren Erfahrungen, die sie während des siebten Semesters gesammelt haben, erzählten.

Worin der Unterschied zwischen den beiden Möglichkeiten besteht und was wir beachten müssen, erfuhren wir in einer kurzen Einleitung. Praxissemester bedeutet also ein Praktikum in einem Betrieb mit regulären Arbeitszeiten abzuleisten und das Auslandsstudiensemester ist ein Erasmusaufenthalt an einer der Partnerhochschulen. Was mich überrascht hat, ist die Freiheit, die wir haben. Praktisch das Einzige, was festgesetzt ist, ist der Zeitraum und die Pflicht, einen Praxisbeleg zu schreiben bzw. Prüfungen an der Hochschule abzulegen. Der Rest liegt an uns. Wir bestimmen wie, wo und unter welchen Bedingungen wir dieses Semester verbringen und weil das Angebot ja breit gefächert ist, kann jeder genau das Passende finden.

Deshalb waren auch die Beiträge der zurückgekommenen Studierenden sehr vielfältig – Arbeit in einer zweisprachigen Schule, Studium in Tschechien und Polen, Tätigkeit in einer Beratungsfirma oder bei der Öffentlichkeitsarbeit am Goethe-Institut in Prag. Eine Sache hatten sie aber gemeinsam – alle Studierenden waren begeistert, voll von Eindrücken und empfahlen ihre Hochschule, bzw. ihr Unternehmen weiter. In einem weiterenPunkt waren sie sich einig: Das Problem ist nicht eine Arbeit bzw. einen Studienplatz zu finden, sondern die Wohnung. Es braucht wirklich Ausdauer und Nerven aus Stahl, aber man kann das schaffen.

Ich bin noch am Anfang, im zweiten Semester, aber auf das Siebte freue ich mich schon.

Autor: Niky Gottlieberová

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